Jetzt Schlau chatten
🤖 Mit smartem KI-Berater zum Finanz-Profi

Europäische Aktien haben einen Lauf: aber warum?

Europäische Aktien haben einen Lauf: aber warum?

Mageres Wirtschaftswachstum, jede Menge ungelöster politischer Probleme: Europa steht vor großen Herausforderungen. Doch viele Aktienmärkte des „alten Kontinents“ haben sich im ersten Quartal weit besser geschlagen als die US-Börsen. Ein Blick auf die Entwicklung und was sie für die Anlagestrategie bedeutet.

Der DAX mit 11 Prozent und der Stoxx Europe 600 mit knapp 6 Prozent im Plus – der US-Leitindex S&P 500 dagegen mit 5 Prozent im Minus: Der Stand zum Ende des ersten Quartals ist nur eine Momentaufnahme. Aber dass europäische Aktienindizes die Nase so weit vorn haben, kam in den vergangenen Jahren äußerst selten vor. In den Jahresendprognosen hätte sich wohl kaum jemand getraut, die Entwicklung so vorauszusagen.

Die US-Aktienmärkte haben sich in den zwei zurückliegenden Jahren herausragend entwickelt. Die Performance stellte die vieler anderer Märkte in den Schatten. Erklärt wurde das unter anderem damit, dass die US-Wirtschaft sich viel robuster gezeigt hat als die vieler europäischer Länder. Und glaubt man den Prognosen der meisten Wirtschaftsforscher, ist der Vorsprung der USA weiterhin recht groß. So erwartet die OECD für Deutschland nur noch magere 0,4 Prozent Wachstum in diesem Jahr. Für den Euroraum insgesamt sind es 1,0 Prozent – ebenfalls weniger als noch im Dezember erwartet. Zwar senkte die OECD auch die Prognose für die US-Wirtschaft leicht, rechnet dort aber immerhin mit einem Plus von 2,2 Prozent.

Unsicherheit in den USA

Für Aufsehen sorgte allerdings jüngst eine Schätzung der Federal Reserve Bank of Atlanta. Die wird auf Basis jeweils aktueller Konjunkturdaten ständig aktualisiert („GDPnow“). Am 28. März zeigte das Modell für das erste Quartal eine voraussichtliche Schrumpfung des US-BIP um 2,8 Prozent an.

Schon lange keimen in den USA immer wieder einmal Rezessionsängste auf. Nach den massiven Leitzinserhöhungen hatten viele längst mit einem stärkeren Dämpfer gerechnet. Einige Konjunkturdaten, etwa das Verbrauchervertrauen, deuteten jüngst auf eine Abschwächung hin. Außerdem macht das Schlagwort von der „Trumpcession“ die Runde. US-Präsident Donald Trump hat unter anderem mit seiner Zollkeule einen großen Unsicherheitsfaktor geschaffen – für Wirtschaft und Märkte auf der ganzen Welt.

Umschichtungen Richtung Europa

Nach einer Umfrage der Bank of America vom März haben Fondsmanager jedenfalls massiv Kapital von US-Aktien in europäische Werte umgeschichtet. In Europa sind die Börsenbewertungen im Vergleich zu den USA günstig. Schon länger wird europäischen Aktien deshalb Aufholpotenzial bescheinigt.

Außerdem hat Trump mit seiner außenpolitischen Kehrtwende dem europäischen Verteidigungssektor einen „Impuls“ gegeben. Die lange als unumstößlich geltende verteidigungspolitische Unterstützung Europas durch die USA ist in Frage gestellt. Dass deshalb die Schuldenbremse in Deutschland für Ausgaben zur Verteidigung quasi außer Kraft gesetzt und darüber hinaus ein 500-Milliarden-Euro-Paket für Investitionen in Infrastruktur geschnürt wurde, hat auch an den Märkten für Aufsehen gesorgt. Aktien wie die des Rüstungskonzerns Rheinmetall schossen in die Höhe. Derweil mussten langjährige „Börsenhelden“ aus der US-Tech-Szene ordentlich Federn lassen.

Was heißt das für die Anlagestrategie?

Hält die aktuelle Bewegung an oder bricht sie schnell wieder ab? Welche Aktien und Anlageregionen liegen am Ende des Jahres vorn? Welche gehören langfristig zu den Gewinnern? Man wüsste das gern im Voraus. Aber niemand kann in die Zukunft schauen. Daher kann niemand mit gezielter Auswahl einzelner Aktien oder gezieltem Umschichten systematisch und langfristig den Markt übertreffen.

Dass mit solchen Versuchen auch Profis regelmäßig daneben liegen, zeigte im März wieder eine Analyse von S&P Global. In der wurde die Wertentwicklung aktiver Fonds mit der Performance von Indizes verglichen. Dabei blieben 2024 bei den auf Euro lautenden globalen Aktienfonds 91 Prozent der aktiv verwalteten Fonds hinter dem S&P World Index zurück.

Weil niemand die Märkte zuverlässig schlagen kann, ist die vernünftigste Anlagestrategie, möglichst breit zu streuen. Auf diese Weise lassen sich Renditechancen und Risiken in ein möglichst optimales Verhältnis bringen. Das globale ETF-Portfolio von quirion ist auf Basis wissenschaftlicher Kriterien diversifiziert. Es enthält rund 8.000 Aktien aus über 70 Ländern. Je nach individueller Risikoneigung und persönlichem Anlagehorizont mischt quirion zudem Anleihen bei. Das kann die Schwankungen des Aktienanteils abfedern.

Wer so breit aufgestellt ist, muss sich von jeweils aktuellen Verschiebungen bei den Favoriten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sondern kann sich entspannt zurücklehnen und die Renditechancen der weltweiten Aktienmärkte nutzen, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Mehr zum globalen ETF-Portfolio gibt es hier.

Passende Artikel

Live Event
Finanzwissen

Gold: Besser nicht blenden lassen

Gold glänzt nun schon länger mit einer herausragenden Wertentwicklung. Aber für den Vermögensaufbau ist es dennoch ziemlich ungeeignet.

4.4.2025
Live Event
Finanzwissen

Macht Geld(anlage) glücklich?

Mit Geldanlage Wünsche erfüllen: Wie das geht, erklärt quirion-Gründer Karl Matthäus Schmidt in seinem Spiegel-Bestseller „Geld im Glück“.

4.4.2025
Live Event
Finanzwissen

Lohnt sich die Jagd nach Dividenden?

Sich bei der Geldanlage in Aktien auf Dividenden oder Dividendenrenditen zu konzentrieren, ist keine gute Idee.

12.3.2025

Jetzt anlegen und Vermögen aufbauen.

Eröffnen Sie ein Konto in wenigen Minuten beim Testsieger

Sie sind in guten Händen