Matthias Lamberti, selbst ein Pionier in der digitalen Vermögensverwaltung, hat quirion immer wieder beratend begleitet. Seit Februar ist er unser Chief Innovation & Product Officer. Was ihn antreibt und woran er jetzt arbeitet.
Ganz früh am Morgen in der Bergwelt Sonnenaufgänge genießen: Wenn man Matthias Lamberti danach fragt, welche Momente er besonders liebt, fällt ihm das spontan als Erstes ein. Da für seine dritte Tochter die Nacht um 4:30 Uhr grundsätzlich vorbei war, wurde er zunächst unfreiwillig zum Sonnenaufgangs-Beobachter. Obwohl seine Tochter inzwischen lieber lange schläft, hält der vierfache Familienvater an dieser Tradition fest und nutzt jede Gelegenheit, das Naturschauspiel zu erleben. Bei ihm zuhause in Oberbayern oder im Urlaub. Bis heute.
Gerade geht es nicht ganz so oft. Seit Februar ist Lamberti Chief Innovation & Product Officer bei quirion. Er entwickelt Ideen dafür, die Geldanlage noch einfacher und digitale Vermögensverwaltung noch mehr Menschen zugänglich zu machen. Mit diesem Thema beschäftigt sich der 41-Jährige aber nicht erst seitdem. Sondern schon seit rund 15 Jahren.
Vermögensverwaltung wird digital
Lamberti hat in München Betriebswirtschaft studiert. Bereits während seines Studiums interessierte er sich vor allem für die Kapitalmärkte. Früh bekam er die Gelegenheit, bei einer Schweizer Großbank zu arbeiten, in Zürich und New York. Das verschaffte ihm erste Einblicke in die Welt des Asset Management und Private Banking. Die vertiefte er – zurück in München – bei einer renommierten Privatbank. Damals war Lamberti Mitte Zwanzig. Es war ungefähr die Zeit, in der das erste iPhone auf den Markt kam. Und in der mit der Verbreitung von Smartphones der Alltag immer digitaler wurde.
2009 schloss Lamberti seinen MBA (Master of Business Administration) ab, mit einer Masterarbeit zum Thema digitale Vermögensverwaltung. Dass Vermögensverwaltung digital sein könnte, war zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch schwer vorstellbar. Lamberti hielt sich nicht lange mit der Theorie auf. Kurz nach seinem Abschluss gründete er 2010 mit yavalu ein Startup, das genau in diese Lücke stoßen sollte. Es war ein Vorreiter heutiger Robo-Advisor. Sein Startup verkaufte er 2013 an Finanzscout24.
Gemeinsame Ziele
Erst ein BWL-Studium und mit Mitte Zwanzig gleich ein eigenes Startup, das Platzhirsche in der Finanzbranche aufscheuchen soll: Wenn man es so betrachtet, gibt es zwischen Lamberti und quirion-Gründer Karl Matthäus Schmidt gewisse Parallelen. Schmidt hatte als 25-Jähriger in den 1990ern mit Consors den ersten deutschen Onlinebroker gegründet, in den 2000ern mit der Quirin Privatbank die erste unabhängig beratende Bank und in den 2010ern mit quirion den ersten echten Robo-Advisor. „Ich habe in Karl Matthäus Schmidt immer ein unternehmerisches Vorbild gesehen“, erklärt Lamberti.
Große Überschneidungen gibt es auch in grundlegenden Überzeugungen: Etwa darin, dass weite Teile der Finanzbranche vor allem Provisionsinteressen verfolgen, statt die Anlageziele ihrer Kundinnen und Kunden im Auge zu haben. Oder darin, dass aktive Fonds bei der Geldanlage der falsche Weg sind: Zum einen, weil sie viel zu teuer sind. Zum anderen, weil aktive Auswahl zwar die Risiken erhöht, nicht aber die Renditechancen.
Nach dem Verkauf seines Startups lernte Lamberti sein Vorbild persönlich kennen. Man blieb in Kontakt. Immer wieder arbeitete man in projektweise zusammen. So half Lamberti vor einigen Jahren beispielsweise dabei mit, die Antragsstrecke von quirion neu aufzustellen – ein wichtiger Baustein dafür, in einem Wettbewerbsvergleich bei der Stiftung Warentest 2018 erstmals den Testsieg einzufahren.
Geldanlage, leicht gemacht
Ob beratend bei quirion oder als Geschäftsführer bei einem Finanzdienstleister, für den er einige Jahre an wissenschaftlich fundierten Anlagelösungen gearbeitet hat: Seinen grundlegenden Überzeugungen ist Lamberti immer treu geblieben. Dazu gehört auch, dass erfolgreiches Investieren einfach sein kann. „Das Geheimnis einer erfolgreichen Geldanlage ist, dass es kein Geheimnis gibt.“ stellt Lamberti fest. „Selbst wenn so viele in der Finanzbranche aus Eigeninteresse etwas anderes sagen.“
Als Chief Innovation & Product Officer bei quirion verfolgt Lamberti nun das weiter, was seinen Berufsweg schon vorher geprägt hat – und was sich quirion vom Beginn an auf die Fahne geschrieben hat: Effiziente und zielführende Anlagelösungen für möglichst viele Menschen, die einfach zugänglich sind. Denn auch wenn die Prinzipien erfolgreicher Geldanlage eigentlich einfach sind, mit der Umsetzung tun sich viele doch schwer. „Wohl die wenigsten wollen sich selbst mit den Kapitalmärkten auseinandersetzen“, stellt der Anlagespezialist fest.
Gerade für die sei digitale Vermögensverwaltung ideal. „Wenn mir etwas zu kompliziert ist, kaufe ich es garnicht erst. Unsere Zeit ist kostbar. Wir haben anspruchsvolle Berufe und andere wichtige Aufgaben im Leben“, betont Lamberti. „Darauf sollte man sich konzentrieren können.“ Auf die eigene Familie. Auf persönliche Ziele und Wünsche. Und vielleicht manchmal darauf, Sonnenaufgänge in der Bergwelt zu genießen.
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