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Ein neuer Anleihebaustein im globalen Portfolio

Ein neuer Anleihebaustein im globalen Portfolio

Im Zuge des regelmäßigen Rebalancing im globalen ETF-Portfolio gibt es dieses Mal eine größere Veränderung auf der Anleiheseite: Ein zusätzlicher Baustein eröffnet Anlegerinnen und Anlegern mit höheren Anleihequoten zusätzliche Renditechancen. Die Hintergründe erklärt Philipp Dobbert, Leiter unserer Vermögensverwaltung.

Bei Anleihen bewegt sich was, im globalen ETF-Portfolio von quirion. Künftig gibt es nicht nur einen, sondern zwei Anleihebausteine. Was steckt dahinter?

Unser Ziel war immer, Rendite zu einem vertretbaren Risiko anzustreben. Am Anleihemarkt galt aber mehr als ein Jahrzehnt: Wer attraktive Renditechancen will, muss unverhältnismäßig hohe Risiken in Kauf nehmen. Das ist inzwischen anders. Und das wollen wir nutzen, um Anlegerinnen und Anlegern mit Anleihequoten von 60 Prozent oder mehr zusätzliche Renditechancen zu bieten.

Die Zinswende nach oben liegt nun schon etwas zurück. Die Leitzinsen sinken langsam wieder …

Es geht uns nicht darum, jetzt plötzlich auf Zinstrends zu wetten. Wir arbeiten prognosefrei, auch bei Anleihen, unsere Überlegungen sind also strategischer Natur. Die grundlegend geänderte Zinslandschaft und damit die Rahmenbedingungen für die Anleihemärkte bieten für diese Überlegungen einfach ganz neue Möglichkeiten. Neben reiner Risikoreduktion in Ergänzung zum Aktienengagement lassen sich jetzt auch wieder Renditechancen bei Anleihen sinnvoll nutzen. Wir haben deshalb in den vergangenen Monaten ganz ergebnisoffen alle möglichen Segmente der Anleihemärkte unter die Lupe genommen und die Entwicklung in verschiedenen Zeithorizonten geprüft.

Was ändert sich?

Aus der Vogelperspektive gar nicht so viel. Denn weiterhin gilt: Die weltweiten Aktienmärkte bieten langfristig im Schnitt höhere Renditechancen als die Anleihemärkte. Deshalb bleiben Aktien im globalen ETF-Portfolio die wesentliche Renditequelle. Anleihen dienen vor allem dazu, Risiken des Aktienbausteins abzufedern.

Die angesprochenen neuen Rahmenbedingungen bei den Zinsen erlauben uns nun aber, bei Anleihen nun etwas differenzierter vorgehen und die Anleihekomponente zweizuteilen. Einer unserer Anleihebausteine ist noch fokussierter als bisher auf die Risikoreduktion des Aktienanteils ausgerichtet. Der zweite Baustein hat die Aufgabe, für sich genommen ein möglichst attraktives Verhältnis von Risiko und Rendite zu bieten – also gezielt die Renditechancen des Anleihemarkts zu nutzen.

Und wer bekommt nun welchen Baustein?

Den renditeorientierten Anleihebaustein in Reinform gibt es bei einer Anleihequote von 100 Prozent. Ab einer Aktienquote von 50 Prozent - also wenn mehrheitlich in Aktien investiert wird – kommt ausschließlich der risikoreduzierende Anleihebaustein zum Einsatz. Zwischen 10 und 40 Prozent Aktienquote  werden beide Anleihebausteine kombiniert. Dabei bildet der risikoreduzierende Teil immer das genaue Gegengewicht zum jeweiligen Aktienanteil. Nehmen Sie an, Sie haben im Rahmen des globalen ETF-Portfolios einen Aktienanteil von 10 Prozent. Dann liegt auch der Anteil des risikoreduzierenden Bausteins bei 10 Prozent, der renditeorientierte Anleihebaustein bei 80 Prozent.

Wie unterscheiden sich die beiden Bausteine denn konkret?

Der renditeorientierte ist viel stärker auf Unternehmensanleihen ausgerichtet. Ihr Anteil liegt dort bei 80 Prozent. Im risikoreduzierenden Teil sind es bloß 17 Prozent. Die Unternehmensanleihen bieten ein attraktiveres Rendite-Risiko-Verhältnis. Außerdem können wir so auch Kunden mit weniger Schwankungstoleranz, die daher niedrigere Aktienquoten haben, stärker an der Wertschöpfung des Unternehmenssektors teilhaben lassen. Unternehmensanleihen bewegen sich aber tendenziell stärker im Gleichtakt mit den Aktienmärkten. Daher sind sie weniger gut als Risikopuffer geeignet.

Im stabilisierenden Baustein stecken daher quasi spiegelbildlich über 80 Prozent in Staatsanleihen, die als Risikopuffer gegenüber Aktien geeigneter sind. Diese haben auch längere Laufzeiten, da dieses Anleihesegment oft als „sicherer Hafen“ bei Aktienmarktturbulenzen genutzt wird. Daher bewegen sich deren Kurse meist nach oben, wenn es an den Aktienmärkten zu einem Einbruch kommt. Sie sind also ein gutes Gegengewicht.

Haben die Veränderungen Einfluss auf die Produktkosten?

Die Kosten bleiben grundsätzlich konstant. Es gibt je nach Strategie winzige Veränderungen in der dritten oder vierten Nachkommastelle, nach unten oder nach oben. Wie üblich haben wir zusätzlich sehr darauf geachtet, dass die ETFs ihr Segment möglichst effizient abbilden.

Von den Anleihen zu Aktien: Gibt es auch auf dieser Seite Anpassungen?

ETFs haben wir dort nicht ausgetauscht. Wir haben nur die Gewichtungen bei den Emerging Markets ganz leicht angepasst, damit das Portfolio unseren Zielwerten bei den verschiedenen Renditefaktoren noch besser entspricht. All diese Veränderungen werden zeitgleich mit dem regelmäßigen Rebalancing umgesetzt.

Welchen Hintergrund hat dieses Rebalancing?

Die Kurse sind ständig in Bewegung. Dadurch verschieben sich in Portfolios auch ständig die Gewichtsverhältnisse zwischen den Wertpapieren. So entfernt sich aber das Portfolio vom jeweils angestrebten Risikoprofil. Um das zu verhindern, gleichen wir mit dem Rebalancing Auswirkungen von Wertschwankungen aus. Damit die Gewichtsverhältnisse wieder stimmen und das Risiko zu den Anlegerinnen und Anlegern passt.

Mehr über die einzelnen ETFs im globalen ETF-Portfolio gibt es hier.

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